Naturkosmetik vs. konventionelle Kosmetik
– Was du wissen solltest

Naturkosmetik unterscheidet sich von „konventioneller“ Kosmetik hauptsächlich in der Zusammensetzung und Art der Inhaltsstoffe. Naturkosmetik schliesst dabei viele der 8.000 Substanzen aus, die vom Gesetzgeber für Kosmetikprodukte verwendet werden dürften.

Wichtig ist: Konventionelle Kosmetik verwendet Hauptsächlich preiswerte, synthetische Inhaltsstoffe, wie Mineralöle, Parabene, Silikone, und viele mehr.

Naturkosmetik wie die von Aquapresén verzichtet auf diese Stoffe und verwendet stattdessen Pflanzen- und Samen-Öle und natürliche Pflanzenwirkstoffe.

Pflanzen bilden besondere Stoffe, um sich gegen Feinde zu schützen oder sich ihrer Umgebung anzupassen. Naturkosmetik macht sich dieser natürlichen (Abwehr)-Kräfte der Pflanzen zunutze.

So artenreich wie die Pflanzenwelt ist, so viele verschiedene Anwendungsmöglichkeiten gibt es für die verschiedenen Stoffe. Die Wissenschaft entwickelt hier ständig neue Einsatzmöglichkeiten.

Vergleich von Naturkosmetik und konventioneller Kosmetik

Konventionelle
Kosmetik

Enthält viele synthetische Inhaltsstoffe

Verwendet bedenkliche Inhaltsstoffe, die aber laut Kosmetikgesetz erlaubt sind

Verwendet mineralölbasierte Rohstoffe, Parabene, PEGs und Silikone

Es gibt keine Regelungen und Vorgaben über den Anbau der Rohstoffe, die verwendeten Herstellungsprozesse oder die Verpackung

Ersetzt, überdeckt und stört die Selbstregulierung der Haut

Naturkosmetik

Zieht natürliche Inhaltsstoffe den synthetischen vor

Schliesst bedenkliche Inhaltsstoffe komplett aus, auch wenn sie gesetzlich erlaubt sind

Verzichtet auf mineralölbasierte Rohstoffe, Parabene, PEGs und Silikone

Strenge Regelung des gesamten Produktionszyklus: Vom Anbau und der Qualität der Rohstoffe, bis hin zu den Verarbeitungsprozessen

Stärkt die Eigenaktivität und Selbstregulation der Haut und unterstützt die natürliche Hautfunktion

Wir wissen jetzt, dass Naturkosmetik auf viele umwelt- oder gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe verzichtet, und stattdessen unbedenkliche Inhaltsstoffe aus der Natur nutzt.

Aber warum ist das so? Welche natürlichen Alternativen sind das genau, und welche Inhaltsstoffe aus konventioneller Kosmetik ersetzen sie?

Hier ist eine Liste der Inhaltsstoffe in konventioneller Kosmetik, und gegenübergestellt die natürlichen Alternativen, die Naturkosmetikhersteller stattdessen benutzen:

Mineralöle, Paraffine

Einsatzbereich: Körperpflege, Hautcremes, Handcremes, Fußcremes, etc.

Mögliche Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt: Austrocknung der Haut, stören die natürliche Schutzfunktion und Selbstregulation, Faltenbildung, Hautausschläge da guter Nährboden für Pilze und Bakterien, toxische Belastung durch Erdöl, blockieren die Entgiftungsleistung der Haut, komedogen, führen zu Überhitzung, potenziell krebserregend, lagern sich im Körpergewebe ab (Leber, Milz, Lymphknoten). Ca. 50.000 Tonnen Mineralölbestandteile werden für Kosmetika verwendet. Diese gelangen durch das Abwasser in die Umwelt.

Natürliche Alternativen: Pflanzenöle wie Weizenkeimöl, Arganöl, Kokosöl, Sheabutter, Avocadoöl, Jojobaöl, Macadamianussöl, Mandelöl, Nachtkerzenöl, Palmöl, Carnaubawachs, Neutralöl und Bienenwachs.

Aluminiumsalze

Einsatzbereich: Deos, Rasierschaum, Lotionen, Gels, Öle für die Haut, Gesichtsmasken, Make-Up (z.B. Trägermaterial für Puder, Bronzer & Co.), Abschminkartikel, Sonnenschutzmittel, Mund- und Zahnpflegeprodukte

Mögliche Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt: Erhöhen das Brustkrebsrisiko, können Alzheimer verursachen, negative Auswirkungen auf Knochen, Gelenkentzündungen, Rheuma, blockieren die Hautentgiftung und lagern sich im Körper ab. Durch die Produktion von einer Tonne Aluminium fallen 1,5 Tonnen giftiger und ätzender Rotschlamm an. Dieser wird in Giftschlammbecken gelagert. Außerdem entstehen bei der Produktion Fluorkohlenwasserstoffe, Fluorwasserstoff, Kohlenmonoxid und Schwefeldioxid, Mitverursacher von saurem Regen.

Natürliche Alternativen: Natron, Zitrone, Ackerschachtelhalm, Bentonit, uvm.

Tenside auf Erdölbasis („Sulfat“)

Einsatzbereich: Waschmittel, Spülmittel, Dusch- und Badeprodukte (Schaumbildung)

Mögliche Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt: Zerstören Eiweiß und sind damit zellschädigend, zerstören die natürliche Hautbarriere, allergen, Hautreizend (Reizkontaktdermatitis), Aphtenbildung, Austrocknung von Haut und Haaren, erhöhte Durchlässigkeit der Haut, Depotbildung in Muskeln, Leber, Gehirn, potenziell krebserregend. Fisch-Toxizität, Bakterien-Toxizität, Wasser gefährdend, schädlich für Fische und andere Meerestiere, sammeln sich im Körper der Meerestiere an, können damit auch in unsere Nahrungskette gelangen.

Natürliche Alternativen: Natürliche Tenside auf pflanzlicher oder tierischer Basis, Zucker- und Kokostenside z.B. Sodium Coco Sulfate

Silikone

Einsatzbereich: Shampoos, Conditioner, Gesichts- und Körperpflege, „Weichzeichner“ in Make-up

Mögliche Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt: Austrocknung der Haut und Haare, beschleunigte Faltenbildung, Haarausfall, blockieren die Hautatmung und Entgiftung der Haut, unterdrücken die Talgbildung, stören die Wärmeregulation der Haut, verursachen Okklusionseffekt (Flüssigkeitsstau im Gewebe), lagern sich im Körper ab (Lymphknoten, Leber). Nicht biologisch abbaubar, gelangen ins Abwasser und bleiben im Klärschlamm zurück, landet mit Dünger auf Feldern und im Grundwasser, und damit irgendwann im Meer.

Natürliche Alternativen: Pflanzliche und tierische Wachse und Öle wie Bienenwachs, Carnaubawachs, Kakaobutter, Jojobaöl, Kokosöl, Olivenöl, Avocado-, oder Mandelöl, etc.

Parabene

Einsatzbereich: Als Konservierungstoffe in fast allen konventionellen Kosmetikprodukten

Mögliche Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt: Möglicher Zusammenhang zu Brustkrebs, lagern sich im Körper ab, stören den Hormonhaushalt und die Entwicklung des Hormonsystems: Dadurch antiandrogene Wirkung (schlecht für Spermienbildung und -Qualität), negative Auswirkung auf Schilddrüsenhormonsystem, verfrühte Pubertät bei Mädchen, Verweiblichung der Männer, Fettleibigkeit. Gelangen durch das Abwasser ins Grundwasser und damit ins Meer.

Natürliche Alternativen: Alkohol, ätherische Öle (z.B. Jojobaöl, Rosmarinöl, Teebaumöl), Propolis oder Vitamin E, manchmal auch Potassium Sorbate

Emulgatoren (einige)

Einsatzbereich: Cremes die aus Wasser und Öl bestehen brauchen Emulgatoren, damit die beiden Inhaltsstoffe vermischt bleiben. Besonders schädlich ist PEG – Polyethylenglykol

Mögliche Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt: Unterdrückung der Warnsignale der Haut, erhöhte Hautdurchlässigkeit für Schadstoffe, Akne, karzinogen, erbgutschädigend. Für die Umwelt allerdings nicht gefährlich.

Natürliche Alternativen: Lecithin, Fettsäureglucosid Zuckeremulgator (Ceteraryl Glucoside), Zuckerester (Sucrose Cocoate, Sucrose Stearate), Bienenwachs (Cera Flava, Cera Alba), Sorbitan Olivat, Microcell-Emulsion

Synthetische Duftstoffe

Einsatzbereich: Zur Parfümierung von Cremes, Deos, Körperlotionen, Ölen, uvm.

Mögliche Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt: Hautekzeme, Kontaktallergien, Asthma-Symptome, Kopfschmerzen, chronische Müdigkeit, Übelkeit, Konzentrationsstörungen, Einlagerungen in Fettgewebe und Muttermilch, nerven- und immunsystemschädigend, hormonell wirksam, krebserregend. Gelangen über das Abwasser in die Natur, können in der Umwelt nicht abgebaut werden, reichern sich als Dauergifte an, gelangen in den Organismus des Tieres und damit auch in unsere Nahrungskette.

Natürliche Alternativen: Ätherische Öle

Mikroplastik

Einsatzbereich: Peelings, Gesichtsmasken, Zahnpasta, Shampoos, Duschgels, Hautcremes, Make-up, Lippenstifte, Lidschatten

Mögliche Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt: Hormonähnliche Wirkung, Auswirkungen auf unseren Körper noch nicht gänzlich erforscht. Gelangen über das Abwasser und Klärschlamm als Dünger ins Grundwasser und unsere Meere, werden von Tieren aufgenommen und gelangen somit auch in unseren Kreislauf, auch über Honig, reichern sich in der Natur mit Schadstoffen an (Schwermetalle), die bei Aufnahme im Magen-Darm-Trakt wieder freigesetzt werden können, hormonähnliche Wirkung.

Natürliche Alternativen: Schlämmkreide, Salz, Kieselerde, Bambus-Pulver, Traubenkern-Pulver, Papain-Pulver, Argan-Pulver

Farbstoffe (Cl-Nummer)

Einsatzbereich: Produkte, die in verschiedenen Farbvarianten verfügbar sind. z.B. Lidschatten, Lippenstifte, aber auch Duschgels, Zahnpasten, Shampoos, Seifen & Co.

Mögliche Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt: Hautausschläge, Juckreiz, Schwellungen, Ekzeme, Kontaktallergie, erbgutschädigend, karzinogen, fruchtschädigend. Gelangen über das Abwasser in die Natur, können in der Umwelt nicht abgebaut werden, reichern sich als Dauergifte an, gelangen in den Organismus des Tieres und damit auch in unsere Nahrungskette.

Natürliche Alternativen: Karminrot, Eisenoxide, Chromoxide, Ultramarin, pflanzliche Farbstoffe (Indigo, Walnussschale, Ratanhien-Wurzel, Rhabarberwurzel, Henna).

Vor- und Nachteile konventioneller Kosmetik

Vorteile

Die Inhaltsstoffe legen sich auf die Haut, oder ziehen tief in die Hautschichten ein, das erzielt einen schnellen Wirkeffekt

Durch die Mineralölbasis sind die Produkte günstig in der Produktion, und können daher auch zu einem günstigen Preis verkauft werden

Nachteile

Die Inhaltsstoffe sind auf Mineralölbasis, was sowohl für unsere Gesundheit als auch die Umwelt bedenklich ist

Die Qualität der Rohstoffe ist niedrig, damit auch die Preise niedrig bleiben können

Sie überdecken und ersetzen die natürliche Selbstregulation der Haut

Die natürlichen Hautfunktionen geraten ins Ungleichgewicht

Die Haut wird versiegelt und kann nicht mehr atmen. Feuchtigkeit wird eingeschlossen, die Haut quillt auf, wodurch sie nach dem Abwaschen noch trockener ist als vorher.

Viele der Inhaltsstoffe dienen zum Strecken oder als günstige Basis für die Produkte, ohne zusätzliche Wirkung

Die Herstellungsprozesse und die Gewinnung der Inhaltsstoffe sind nicht transparent und nachvollziehbar

Kann Allergien auslösen

Merke: Je günstiger ein Kosmetikprodukt erhältlich ist, desto schlechter ist die Qualität der Inhaltsstoffe! Ein teures Produkt muss nicht zwangsläufig hochwertige Inhaltsstoffe haben. Nur bei Naturkosmetik kannst du dir sicher sein, dass die Inhaltsstoffe und das Endprodukt wirklich hochwertig sind.

Vor- und Nachteile von Naturkosmetik

Vorteile

Stärkt die Eigenaktivität der Haut, regt die natürlichen Hautfunktionen an

Die Haut findet zu ihrem Gleichgewicht zurück

Sobald sich die Haut reguliert hat, benötigt sie weniger Pflege von außen, und damit weniger (häufig) Pflegeprodukte

Jeder Inhaltsstoff trägt zur Wirkung bei, einzeln und im Zusammenspiel mit anderen Inhaltsstoffen

Neben den hohen Ansprüchen an die Herkunft der Rohstoffe und den Herstellungsprozess, wird bei zertifizierter Naturkosmetik zudem auf faire Arbeitsbedingungen und Tierrechte geachtet

Nachteile

Durch die hochwertigen und natürlichen Inhaltsstoffe und die aufwendigen Herstellungsprozesse ist Naturkosmetik hochpreisig, und nicht für jeden erschwinglich

Auch hier können Inhaltsstoffe potentiell Allergien auslösen (z.B. ätherische Öle)

Enthält häufig eine höhere Menge Alkohole, der die Haut reizen kann